Mit der Big Cat Pro und der Big Cat Pro Hunter hat GAMO zwei klassische Knicklauf-Luftgewehre im Programm, die sich vor allem an Einsteiger und preisbewusste Schützen richten.
Ich habe mir beide Varianten genauer angeschaut und für euch einem ausführlichen Test unterzogen – inklusive Abzugstest, Chronytest und natürlich einem Schusstest auf Präzision.
Die beiden Modelle sind technisch nahezu identisch und unterscheiden sich hauptsächlich im Schaft. Die Big Cat Pro kommt mit einem modernen Kunststoffschaft, während die Big Cat Pro Hunter mit einem klassischen Holzschaft ausgestattet ist. Beide Varianten gibt es jeweils im Kaliber 4,5 mm und 5,5 mm, sodass für unterschiedliche Einsatzzwecke die passende Kombination gewählt werden kann.
Preislich sind die beiden Modelle sehr attraktiv positioniert. Die Kunststoffvariante liegt bei etwa 169 Euro, während das Holzmodell bei rund 189 Euro angesiedelt ist. Damit bewegen sich beide Gewehre im absoluten Einstiegsbereich – und genau hier ist es besonders spannend zu sehen, was man für sein Geld bekommt.
Unterschiede zwischen Kunststoff- und Holzschaft
Der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt, wie bereits erwähnt, im Schaft. Die Big Cat Pro Hunter mit Holzschaft wirkt optisch klassischer und spricht vor allem Schützen an, die Wert auf ein traditionelles Erscheinungsbild legen.
Allerdings muss man bei der Holzversion auch kleine Abstriche machen. Die Punzierung am Griff ist nicht besonders scharf geschnitten und bietet daher etwas weniger Grip als man es sich wünschen würde.
Hier hat die Kunststoffvariante klar die Nase vorn. Die Big Cat Pro mit Kunststoffschaft bietet eine deutlich griffigere Struktur sowohl am Vorderschaft als auch am Griff. Gerade bei wechselnden Wetterbedingungen oder längeren Trainingseinheiten ist das ein spürbarer Vorteil.
CAT Abzug – einstellbar und solide
Beide Modelle sind mit dem GAMO CAT Abzug (Custom Action Trigger) ausgestattet. Dieser lässt sich zweifach einstellen – im Vorweg und im Druckpunkt. Das ist in dieser Preisklasse definitiv keine Selbstverständlichkeit.
Im Abzugstest zeigt sich, dass sich der CAT Abzug gut anpassen lässt und ein sauberes Auslösen ermöglicht. Natürlich darf man hier keinen Matchabzug erwarten, aber für ein Gewehr in diesem Preissegment liefert er eine solide Performance.
Handling und Schussverhalten
Die Big Cat Modelle gehören zu den klassischen Knicklauf-Luftgewehren. Das bedeutet: Der Lauf wird zum Spannen nach unten geknickt und anschließend wieder in Position gebracht.
Das Knicken des Laufs funktioniert angenehm und ohne übermäßigen Kraftaufwand. Durch den relativ langen Lauf hat man einen guten Hebel, was das Spannen deutlich erleichtert.
Ein weiterer positiver Punkt: Die Diabolos sitzen sauber im Lauf und fallen nicht heraus, wenn man den Lauf wieder zurückführt.
Beim Schießen zeigen beide Modelle einen mittleren Prellschlag. Das bedeutet: Die Waffe bewegt sich beim Schuss spürbar, bleibt aber gut kontrollierbar. Insgesamt schießen sich die Gewehre angenehm und sind auch für Einsteiger gut beherrschbar.
Zielfernrohrmontage und Verarbeitung
Beide Modelle verfügen über eine 11-mm-Prismenschiene, auf der sich problemlos ein Zielfernrohr montieren lässt. Damit sind die Gewehre flexibel einsetzbar – egal ob mit offener Visierung oder mit Optik. Ich habe die Waffe heute mit dem Anschütz Optics Classic 2-7×32 geschossen. Diese Optik ist aus meiner Sicht die beste Optik für Einsteiger und auch fortgeschrittene Schützen im günstigen Preissegment.
Gefertigt werden die Waffen in Spanien, was in dieser Preisklasse ein großer Vorteil ist. Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: die Ersatzteilversorgung. Gerade bei sehr günstigen Gewehren ist diese häufig problematisch. Bei GAMO ist sie in der Regel gut gegeben, was langfristig für Sicherheit sorgt.
Flowtec-Kit für den Auslandseinsatz
Für alle GAMO Kipplauf-Luftgewehre gibt es das sogenannte Flowtec-Kit. Dieses enthält austauschbare Bauteile und Luftdurchlässe sowie das passende Werkzeug.
Damit lässt sich die Waffe im Ausland auf verschiedene Leistungsstufen anpassen. Für viele Schützen, die ihre Waffe auch außerhalb Deutschlands nutzen möchten, ist das ein interessanter Punkt.
Chronytest und Präzisionstest
In meinem ausführlichen Video gehe ich natürlich noch einen Schritt weiter. Dort führe ich einen Chronytest sowohl mit der 4,5-mm- als auch mit der 5,5-mm-Version durch. So bekommt ihr ein Gefühl dafür, wie sich die beiden Kaliber in Sachen Leistung unterscheiden.
Anschließend teste ich im Detail die Präzision des 5,5-mm-Modells mit verschiedenen Diabolos. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig die richtige Munition ist, um das Maximum aus der Waffe herauszuholen.
Fazit zur GAMO Big Cat Pro
Die GAMO Big Cat Pro und Big Cat Pro Hunter sind klassische Einsteiger-Luftgewehre mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Beide Modelle bieten solide Technik, einen einstellbaren Abzug und eine angenehme Handhabung.
Die Entscheidung zwischen Holz- und Kunststoffschaft ist am Ende Geschmackssache – wobei die Kunststoffvariante in Sachen Grip leicht die Nase vorn hat.
Wer ein günstiges, zuverlässiges Knicklauf-Luftgewehr sucht, macht mit der Big Cat Serie definitiv nichts falsch. Besonders für Einsteiger oder als Zweitwaffe sind diese Modelle eine interessante Option.
Welches Modell gefällt euch besser? Holz oder Kunststoff?
Ich wünsch euch eine gute Zeit und wir lesen uns nächste Woche wieder!
Liebe Grüße
Euer Andi
2 Gedanken zu „Gamo Big Cat Pro und Big Cat Pro Hunter – mein Test und Review“
Dein Test klingt gut. DANKE
Ich bevorzuge trotzdem einen Holzschaft.
Mach weiter so – danke, Jürgen
Danke dir Jürgen für dein Feedback 🙂
Freut mich wenn dir das Video gefallen hat 🙂
Liebe Grüße
Andi