In diesem Beitrag stelle ich euch ein wirklich besonderes Luftgewehr vor: ein exklusives Sondermodell der Weihrauch HW 50 S im Kaliber 5,5 mm.
Die meisten von euch kennen die HW 50 S als klassische 7,5-Joule-Version, wie sie in Deutschland weit verbreitet ist.
Doch dieses Modell hier ist etwas völlig anderes. Es handelt sich um eine EWB-Version mit rund 15 Joule Energie – und genau diese Kombination aus mehr Leistung, dem größeren Kaliber 5,5 mm und der legendären Mechanik der HW-Serie macht das Gewehr so außergewöhnlich.
Ich wollte herausfinden, wie präzise man mit einem 15-Joule-Preller auf 25 Meter schießen kann. Und um es vorwegzunehmen: Ich war selbst überrascht, wie beeindruckend gut das Ergebnis am Ende ausgefallen ist. Alle Details dazu bekommt ihr jetzt.
Kompakt, leicht und führig!
Was mir an diesem Sondermodell sofort positiv aufgefallen ist: die gesamte Konfiguration ist unglaublich leicht. Die HW 50 S gilt ja ohnehin als eines der handlicheren Knicklaufgewehre, doch in dieser Zusammenstellung wird das nochmals deutlicher. Auch das Knicken geht butterweich von der Hand – kein Kraftaufwand, kein Ruckeln, keine hakelige Mechanik. Das macht das Schießen nicht nur angenehm, sondern auch konstant reproduzierbar, was für präzises Schießen extrem wichtig ist.
Der Prellschlag der HW 50 S
Das Herzstück dieser Erfahrung war aber ganz klar der Prellschlag.
Ich hatte im Vorfeld erwartet, dass die 15-Joule-Version deutlich ruppiger auftreten würde. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Waffe prellt sogar weniger als viele 7,5-Joule-Federdruckgewehre, die ich in den letzten Jahren getestet habe.
Man merkt sofort, dass Weihrauch bei diesem Sondermodell das Zusammenspiel von Feder und Federführung perfekt abgestimmt hat. Der Rückstoß ist weich, trocken und kurz. Es gibt kein seitliches Kippeln, kein „Nachschwingen“, kein nerviges Rattern.
Für einen Preller ist das ein Traum – vor allem dann, wenn man auf Distanzen schießen will, bei denen ein unruhiger Prellschlag normalerweise schnell zur Streukreis-Vergrößerung führt.
Die Lautstärke der HW 50 S
Auch der Klang ist auffällig angenehm. Wenn ich nicht selbst gemessen hätte, dass es sich um ein 15-Joule-Gewehr handelt, hätte ich glatt behauptet, es wäre eine 7,5-Joule-Version. Kein scharfes Knallen, kein metallisches Schlagen – eher ein sattes, gedämpftes „Plopp“. Das macht die HW 50 S auch für empfindliche Schießumgebungen absolut brauchbar.
Optik und Montage
Für den Test habe ich eine niedrige Anschütz Optics 1-Zoll-Montage verwendet, auf der das Anschütz Optics Classic 2-7×32 saß. Diese Kombination ist in meinen Augen ideal für ein leichtes Federdruckgewehr:
-
das Glas ist klein, handlich und wiegt kaum etwas
-
es sitzt angenehm tief über der Laufachse
-
die 7-fache Vergrößerung reicht auf 25 Meter absolut aus
-
die Optik harmoniert wunderbar mit dem Zielverhalten der HW 50 S
Gerade die niedrige Montage trägt viel dazu bei, dass das Gewehr so gut zu führen ist. Ein schweres 50-mm-Objektiv hätte den Charakter der Waffe komplett verändert. So bleibt alles schön kompakt.
7-fache Vergrößerung auf 25 Meter
Die wichtigste Frage für mich war: Wie präzise kann man mit dieser Kombination schießen?
Ich habe bewusst eine Herausforderung gewählt – Zuckerwürfel auf 25 Meter. Die 7-fache Vergrößerung hat dafür vollkommen ausgereicht. Ich konnte die kleinen weißen Würfel sauber anvisieren, die Kanten erkennen und präzise darauf schießen. Für einen Preller ist das ein echter Härtetest, denn jede kleine Bewegung wirkt sich aus.
Und trotzdem gelang es mir, konstant Treffer zu setzen. Das spricht eindeutig dafür, dass die HW 50 S als 15-Joule-Version ein extrem ruhiges Schussverhalten besitzt, das die Präzision enorm unterstützt.
HW 50 S im Kaliber 5,5mm
Ich weiß, einige Schützen bevorzugen für Federdrucksysteme das Kaliber 4,5 mm. Aber ich muss sagen: Die 5,5-mm-Variante hat mich hier richtig begeistert.
Warum?
-
Die Diabolos liegen groß und sicher in der Hand.
-
Sie lassen sich sehr angenehm und stressfrei in den Lauf einsetzen.
-
Der Ladesitz ist satt, aber nicht zu straff.
Gerade beim Knicklauf, wo man ohnehin eine Hand am Lauf hat, fühlt es sich gut an, wenn das Diabolo nicht so winzig ist, dass man es zwischen den Fingern verliert. Das Kaliber 5,5 mm ist hier einfach deutlich komfortabler.
Für den Test habe ich die JSB Exact Jumbo 5,52 mm mit 1,03 g verwendet. Die passen hervorragend zur Energieklasse von 15 Joule und lieferten auch präzise Trefferbilder.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren
Fazit zum Weihrauch HW 50 S Sondermodell
Diese besondere HW 50 S hat mich rundum überzeugt. Das Zusammenspiel aus:
-
15 Joule Energie
-
Kaliber 5,5 mm
-
extrem weichem Prellschlag
-
dem leichten, führigen Gesamtpaket
-
und der perfekt passenden Optik
macht dieses Sondermodell zu einem echten Highlight.
Die HW 50 S ist ohnehin bekannt dafür, gutmütig zu sein. Doch in dieser Form ist sie ein Paradebeispiel dafür, wie geschmeidig und präzise ein Federdruckgewehr sein kann – sogar in Bereichen, wo man eigentlich mehr Prellschlag und mehr Lautstärke erwarten würde.
Das Schießen auf 25 Meter, selbst auf kleine Ziele wie Zuckerwürfel, war nicht nur möglich, sondern richtig angenehm und reproduzierbar.
Wer ein leichtes, gut beherrschbares, hochpräzises und gleichzeitig leistungsstarkes Knicklaufgewehr sucht, sollte dieses Sondermodell unbedingt im Auge behalten.
Wie hat euch mein Beitrag gefallen?
Ich bin wirklich sehr gespannt.
HIER könnt ihr das Sondermodell der HW 50 S im Kaliber 4,5mm kaufen.
Viel Spaß und bis zur nächsten Woche!
Euer Andi
2 Kommentare zu „Weihrauch HW 50 S Sondermodell 75 Jahre auf 25m“
hi Andi,
super, prima, toll, wieder nix zu meckern, doch, in 15 Joule nix für mich, aber sonst sieht die Jubi Ausgabe geil aus, macht Weihrauch alle Ehre, mein tschüß mit
Kimme Korn Schuss
passt dann auch
Gruß Bernhard
Ganz lieb Bernhard danke schön 🙂