Die AEA Megalodon MK2 ist definitiv nichts für zurückhaltende Schützen – sie ist groß, massiv, leistungsstark und hebt sich deutlich von klassischen Luftgewehren ab. In diesem Beitrag nehme ich euch mit durch meinen Test und zeige euch, was diese außergewöhnliche Plattform wirklich kann.
Viel Spaß!
Erster Eindruck und Verarbeitung
Mit einer Gesamtlänge von 112 cm und einem Gewicht von satten 5,4 kg bringt die Megalodon MK2 ordentlich Substanz mit.
Das ist kein Luftgewehr, das man mal eben locker aus dem Handgelenk schießt – hier geht es klar in Richtung vollen Körpereinsatz beim Schießen dieser brachialen Waffe.
Die Verarbeitung wirkt robust und durchdacht. Besonders auffällig ist das Dual-Tank-System: vorne ein Plenum für konstante Schussabgabe und hinten ein neuer Doppeltank.
Der hintere 480-Bar-Tank mit rotem Marking bringt nicht nur Druck, sondern auch einen integrierten Regulator sowie eine Schulterstütze mit. Alternativ liegt ein 310-Bar-Hinterschaft ebenfalls im Lieferumfang bei – ebenfalls mit Schulterstütze.
System und Technik der Megalodon MK2
Die Megalodon MK2 arbeitet im Kaliber .50 und kann sowohl Rubberballs als auch klassische Diabolos verschießen. Das ist schon für sich genommen ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Das 12-Schuss-Magazin sorgt für ausreichend Kapazität und gleich zwei Magazine sind direkt im Lieferumfang enthalten. Besonders praktisch: Die Magazine der MK1 sind weiterhin kompatibel – ein klarer Pluspunkt für alle, die bereits eine Megalodon ihr Eigen nennen.
Repetiert wird über ein Pump-Action-System, das sehr markant ist und perfekt zum Gesamtcharakter der Waffe passt. Das Handling ist dabei überraschend intuitiv und macht einfach unglaublich viel Spaß.
Ein weiteres Highlight ist das hintere Kartuschensystem, das sich unter Druck ohne Druckverlust umbauen lässt. Das zeigt, wie durchdacht die Plattform konstruiert wurde.
Leistung und Regulator der Megalodon MK2
In der F-Version liegt der Regulatordruck bei etwa 130 Bar. In der offenen Version, die Jörg auf seiner WBK hat, wurde die Waffe auf etwa 270 Bar eingestellt, um die maximale Power der Waffe zu erreichen.
Gerade durch das große Plenum und die stabile Luftversorgung bekommt man eine sehr gleichmäßige Schussabgabe. Das ist bei dieser Leistungsklasse alles andere als selbstverständlich.
Die Präzision die man in seinem Video sehen kann auf 50m ist extrem gut.
Schalldämpfung und Lautstärke
Ein echtes Highlight ist der neue Overbarrel-Schalldämpfer, der bereits im Lieferumfang enthalten ist. Dieser ist für die 7,5J Version geeignet.
Der Lauf reicht etwa bis zur Mitte des Schalldämpfers, was das System sehr kompakt hält. Und das Ergebnis ist beeindruckend: Man hört bei 7,5J im Grunde nur noch die Schlagfeder – nicht die austretende Luft. Das zeigt, wie gut das Dämpfungssystem funktioniert.
Natürlich passen bei der Waffe auch die Schalldämpfer, die wir extra aus den USA importieren. Der DonnyFL Emperor und der Great Kami jeweils im Kaliber .50.
Diese haben schon viele Besitzer der Megalodon MK1 begeistert.
Munition und Möglichkeiten
Die Megalodon MK2 ist flexibel, wenn es um Munition geht.
Geplant war sie für 7,5J für Gummi-Rundkugeln.
Ihr habt aber auch die Möglichkeit, euch mit einem Tool von BigBoreMike selbst Bleidiabolos zu pressen, die sogar bei 7,5J hervorragend funktionieren. Ich zeige euch das natürlich in meinem Video kurz.
Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für experimentierfreudige Schützen.
Diese Flexibilität macht die Megalodon zu einer Plattform, mit der man sich wirklich intensiv beschäftigen kann.
Handling und Schießerlebnis
Trotz ihres Gewichts lässt sich die Waffe durch das Pump-Action-System und die stabile Bauweise sehr kontrolliert schießen. Klar, das ist kein klassisches Freizeitgewehr – aber genau das macht den Reiz aus.
Die Kombination aus Masse, Leistung und Mechanik sorgt für ein einzigartiges Schießerlebnis, das man so bei kaum einer anderen Druckluftwaffe findet.
Gerade auf dem Schießstand zieht die Megalodon MK2 definitiv Aufmerksamkeit auf sich.
Lieferumfang und Ausstattung
Neben den zwei Magazinen und den verschiedenen Tanks ist auch eine Lochkarte mit 12mm Bohrung im Lieferumfang enthalten. Dieses ermöglicht entsprechende Anpassungen außerhalb Deutschlands.
Die Picatinny-Schiene auf der Waffe bietet euch zudem maximale Flexibilität bei der Optikmontage. Egal ob Zielfernrohr oder Reflexvisier – hier seid ihr komplett frei.
Ich empfehle euch das Anschütz Optics Air Pro 3-12×44 Zielfernrohr. Dieses wird der Qualität der Megalodon gerecht. Hervorragende Linsen, eine gute Vergrößerung, ein feines Absehen, das ihr bei Bedarf auch beleuchten könnt, dazu kommen 10 Jahre Herstellergarantie. Für mich die absolut erste Wahl.
Als Montageringe müssen wir auf jeden Fall höhenverstellbare Ringe verwenden, um eine Vorneigung zu erzeugen. Ich empfehle die Sportsmatch UK ATP72 für diese Kombination.
Natürlich gibt es auch noch andere Kombinationen aus Zielfernrohr und Montageringen. Wer hier gerne eine individuelle Beratung haben möchte, kann mir gerne eine Email an airghandi@jabolo.de schreiben.
Fazit zur AEA Megalodon MK2
Die AEA Megalodon MK2 ist ein echtes Statement. Sie richtet sich nicht unbedingt an den klassischen Einsteiger in das Luftgewehrschießen, sondern an Schützen, die etwas Besonderes suchen – sowohl technisch als auch vom Schießerlebnis her.
Mit ihrem massiven Aufbau, dem durchdachten Dual-Tank-System, der Flexibilität bei der Munition und dem einzigartigen Pump-Action-Mechanismus hebt sie sich klar von der Masse ab.
Dazu kommt eine beeindruckende Schalldämpfung im 7,5J-Bereich und die Möglichkeit, das System individuell anzupassen.
Wenn ihr Lust auf ein außergewöhnliches Luftgewehr habt, das euch neue Möglichkeiten eröffnet und gleichzeitig einfach unglaublich viel Spaß macht, dann solltet ihr euch die Megalodon MK2 definitiv genauer anschauen.
Ich bin gespannt, wie euch dieses Luftgewehr gefällt – und vor allem, was ihr damit alles anstellt.
Dann lesen wir uns nächste Woche wieder!
Liebe Grüße
Euer Andi
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