Weihrauch HW30S auf Caldwell Cadcu mit Hawke Panorama 4-12x40 Zielfernrohr

Hunter Field Target Trainingsvorbereitung

Der erste Hunter Field Target Wettkampf

Am 31.03.2019 ist es soweit. Mein erster echter Hunter Field Target (HFT) Wettkampf steht an. Die Hessen Open in Kölschhausen. Ich freue mich da schon sehr lange drauf.

Die Veranstaltung war nach Bekanntgabe binnen 3 Tagen restlos ausgebucht. Die 40 Startplätze die organisatorisch bewältigt werden können waren alle belegt und die ersten Schützen hatten sich schon in die Warteliste eingetragen.

Ich bin mit vielen Schützen in Kontakt und die Vorfreude auf das Event ist riesig. Es ist auch ein sehr schöner Aspekt, dass sich von den 40 Startplätzen 38 Schützen für die kleinen Klassen 3 und 4 gemeldet haben. Das sind die Gewehre ohne und mit Prellschlag bis 7,5 Joule. In der Klasse 1 und 2 war jeweils nur 1 Teilnehmer gemeldet. Diese haben sich dann aufgrund mangelnder Konkurrenz dazu bereit erklärt in den anderen beiden Klassen zu starten. Viele Schützen werden an diesem Tag ihren ersten Wettkampf bestreiten. Das ist für unseren Sport und das Organisationsteam in Kölschhausen natürlich ein tolles Zeichen. Schon in den letzten beiden Jahren hat dort das HFT und Field Target Trainingscamp mit vielen begeisterten Teilnehmern stattgefunden.

Mein Gewehr

Ich habe lange mit mir gekämpft und überlegt mit welchem meiner beiden Luftgewehre ich jetzt antreten soll. Da wäre zum einen die von Waffen Schlottmann getunte Weihrauch HW77 mit dem neuen LP Gunstocks Schaft. Den Schaft werde ich euch in einem bald kommenden VLOG vorstellen. Eigentlich ist das Luftgewehr dazu prädestiniert, dass es beim Wettkampf eingesetzt wird.

Die zweite Wahl wäre die Weihrauch HW30S. Ihr kennt das Modell aus diesem Video.

Entschieden habe ich mich nach langem Überlegen und Beraten mit meinem Squadpartner und Kameramann Andi für die Weihrauch HW30S. Das Luftgewehr muss einfach mal ausgeführt und so richtig getestet werden. Es wird ja auch nicht mein letzter Wettkampf sein. Somit ist noch viel Zeit für die Weihrauch HW77.

Das Training

Momentan stockt das Training leider noch etwas. Eines meiner größten Probleme als “Wettkämpfer” ist, dass es kein einziges Luftgewehr gibt das ich wirklich beherrsche. Ich schieße zwar mindestens ein neues Gewehr pro Woche, aber zum Schießen meiner eigenen oder gar zum richtigen Trainieren hat es in den letzten Jahren nie gereicht. Das soll dieses Mal anders sein. Ich habe schon tatsächlich bestimmt 150 Schuss im Stehen gemacht. Ok, das ist wirklich nicht viel. Dadurch, dass ich im Dezember 2018 eine Bauch-Operation hatte, konnte ich am 21.01.2019 mein erstes echtes Training im liegenden Anschlag machen. Ich habe euch hier mal ein Bild der 4 Zielscheiben hochgeladen. Auf die habe ich je 10 Schuss abgegeben.

Streukreise geschossen mit der Weihrauch HW30S

Mit bis zu 80% der Schüsse auf Ziele im Liegen ist aber diese Anschlagsart die Wichtigste. Auf das Stehend-Schießen und Kniend-Schießen entfallen nur je 10% der vorgeschriebenen Schüsse. Wenn man von den liegenden Zielen manche aus Sichtgründen nicht im Liegen beschießen kann, dann muss man auf den knienden oder stehenden Anschlag ausweichen.

Ich muss auf jeden Fall erst einmal etwas für meine Kondition tun. 40 Schuss nacheinander im Liegen abzugeben ist gar nicht so einfach. Ich muss gestehen, dass ich das wirklich in meinen Schultern und Armen gemerkt habe. Nach 13 und 26 Schuss habe ich jeweils eine 3-minütige Pause gemacht um meine Schultern wieder zu entlasten. Da habe ich in den nächsten 2 Monaten wirklich noch etwas vor mir.

Hunter Field Target ist im Kommen

Der Benke-Cup 2019 zeigt den Trend in Deutschland. Hunter Field Target ist auch in Deutschland im Aufwind. Bei dem Cup den Herr Benke schon seit mehreren Jahren veranstaltet und mit Preisen dotiert, wird in diesem Jahr zum ersten Mal die Disziplin Hunter Field Target mit angeboten. Auf der Internetseite könnt ihr euch über Termine und Regeln für diesen Wettkampf informieren. Schade, dass ich so weit vom Austragungsort entfernt wohne.

Der BDS (Bund deutscher Sportschützen) hat sich der Sportart angenommen und auch schon ein Regelwerk aufgestellt. Mit einer Entscheidung bin ich nicht ganz glücklich. Und zwar geht es um die Regelung, die Field Target Klassen 3 und 4 zu einer zusammenzuwerfen.

Der BDS soll drüber nachdenken Klasse 3 und 4 zu trennen. Die Top-Schützen die das international angehen wollen können ja 1 und 2 schießen. Aber Preller und PCP zusammen in eine Klasse zu packen könnte die Preller-Schützen frustrieren. Das Schuss-Ergebnis vom Trainingscamp 2018 in Kölschhausen hat es gezeigt. Dort hatten die Schützen von prellschlagfreien Luftgewehren eine durchschnittlich höhere Trefferanzahl als die Preller-Schützen. Das große Interesse gerade an den kleinen Klassen beim nächsten Wettkampf hat gezeigt, dass es vielleicht wirklich noch einmal sinnvoll wäre beim BDS darüber nachzudenken zwei Klassen zu machen. Natürlich sind unsere kleinen Klassen international nicht interessant, da dort nur Luftgewehre geschossen werden die bei uns WBK-pflichtig wären.

Infos über HFT

Auf dem Blog von Lutz Krüger könnt ihr euch auch über Hunter Field Target informieren. Dort gibt es Blogbeiträge zu dem Thema und es gibt auch auf seinem YouTube Kanal immer wieder Livestreams und Videos die sich mit dem Thema beschäftigen. Schaut doch da mal vorbei und informiert euch!

Ich bekomme immer wieder Bilder von Zielscheiben zugeschickt die Andi beschossen hat. Da muss ich noch etwas trainieren, sonst werde ich schon in meinem Squad kein Land sehen. Und dann gibt es ja noch 18 weitere Wettkämpfer in meiner Klasse…

Es gibt viel zu tun!

Viele Grüße!

Andi

 

6 Kommentare zu „Hunter Field Target Trainingsvorbereitung“

  1. Andreas Palme

    Ahoi!
    Spätestens ab Lane 11 werden die klassischen Trainingsleistungen nichts mehr wert sein und ganz neue Grenzen aufgezeigt werden 😉 Gute Wahl übrigens mit der HW30.
    Ohne jetzt das neue (H)FT-Regelwerk des BDS genau studiert zu haben, kann ich nur hoffen, dass Theorie und Praxis nicht ganz an den Entwicklungen und Ideen dieser Disziplinen vorbeigehen und es notfalls bei den Veranstaltungen immer Leute mit dem nötigen Augenmaß gibt. Das wirklich Schöne ist, dass sich innerhalb eines Turnieres Leute finden, die das Ganze mit einem großen Aufwand und sportlichem Ehrgeiz betreiben, und andere, die mit noch relativ bescheidenem Equipment ihre ersten Erfahrungen sammeln. Alle haben gemeinsam Spaß.
    Durch die ganz hervorragende Arbeit vieler “Pioniere” dieser Sportart, aber auch der wachsenden medialen Präsenz, allen voran Andi, Lutz und Kurt zu nennen, ist es zu verdanken, dass sich in letzter Zeit vermehrt Schützen finden, die (H)FT bislang im kleinen Kreis betrieben haben und nun feststellen, dass sich die Teilnahme an Veranstaltungen wirklich lohnt und sehr viel Spaß machen kann. Gerade die dem deutschen Sonderweg mit 7.5 Joule geschuldete Einteilung in 5 Klassen kommt vielen Ein- und Umsteigern sehr entgegen, ohne dem Leistungsdruck ausgesetzt zu sein, der (vielleicht) dann doch unter den Top-Schützen herrscht. Umso verwunderter wird daher von vielen die Diskussion aufgenommen, gerade die kleinen Klassen nun doch wieder zu einer Klasse zusammenzulegen, so zB beim HFT Preller und Pressluft gemeinsam zu werten. Leider hört man oft das Argument, dass die (nationalen) kleinen Klassen ja eh nur als “Einsteigerklassen” konzipiert seinen. Wer ansatzweise sportliche Ambitionen hat, kann ja in Klasse 1 oder 2 schießen; für alle anderen seien die Ergebnisse ja eh nicht so wichtig, und da ist es wurscht, ob man nun mit seinem Knicker gegen eine Steyr Pressluftmatchwaffe eine reelle Chance hat oder nicht…. Nun gibt es aber sicher auch viele andere Gründe außer mangelndem sportlichen Ehrgeiz, sich bewusst für Klasse 3,4 oder 5 zu entscheiden. Ich selbst weiß von einigen, die sich mit viel Liebe zum Detail nun eine Klasse 4 HFT-Waffe zusammengestellt haben und jetzt maximal frustriert darüber sind, ggf. gleich einer Steyr LG110 o.ä. gewertet zu werden.
    Lange Rede, kurzer Sinn: sollten verbandsmäßig die Klassen 3,4 und 5 zusammengelegt werden, so werden die Anmeldungen zu Turnieren sicherlich vermehrt davon abhängig gemacht werden, ob sich die Veranstalter diesem Diktat beugen oder sich doch der Idee verschreiben, die FT und noch vielmehr HFT so attraktiv machen könnte: Spaß und Erfolg für eine große Bandbreite von Schützen.

    Gruß,
    Andreas

    1. Hallo Andreas,
      zuerst einmal vielen Dank dass du meinen Blog liest und dann natürlich vielen Dank für deinen Kommentar. Wir beide sind ja sowieso in sehr engem Kontakt, aber wie du das formuliert hast, kann man es nicht besser schreiben. Ich habe damals im Field Target Forum ja schon versucht die Diskussion anzustoßen. Ich vermute nur, dass sich dort viele oder hauptsächlich Schützen einfinden die es wirklich mit dem Field Target schon recht ernst meinen. Für viele ist da die Klasse 3 und 4 nur eine Zwischenstation bis die WBK da ist, um dann richtig anzugreifen. Aber wie du es schon so schön geschrieben hast, gibt es sehr viele Schützen, unter anderem mich, die gar nicht in Klasse 1 oder 2 aufrücken wollen. Denen eins oder zwei Turniere im Jahr genügen an dem sie ihre Bekannten wieder treffen und gemeinsam schießen. Natürlich haben diese dann auch Ambitionen und wollen das für sie sportlich maximale dann heraus holen. Aber nur weil man gerne im Fiat-Cup mit fährt, heißt das noch lange nicht dass man in der Formel 1 landen will und dass es einem dann nichts ausmacht gegen Formel 1 Autos anzutreten. Eine Rennserie wie in der DTM bei denen alle Wagen ähnlich stark sind ist doch viel spannender und interessanter. Ich finde es toll wie es die Mädels und Jungs in Kölschhausen machen.
      Warten wir mal die verschiedenen Turniere in 2019 ab. Aber 40 Anmeldungen in 3 Tagen, davon freiwillig 38 in Klasse 3 und 4 sprechen für mich eine deutliche Sprache. Mal sehen ob sich das im Laufe des Jahres noch einmal so bestätigt.
      Viele Grüße
      Andi

  2. Hallo Andreas,
    hast Du vielleicht einen Link für mich, was das HFT-Regelwerk des BDS anbelangt?
    Die Klassen 3 und 4 zusammenzulegen, scheint wohl der Idee eines Genies ent-
    sprungen zu sein, ohne Bezug zum HFT oder FT.
    Das kann doch nur eine Fehlinformation oder ein Scherz sein…

    1. Hallo,
      danke dir für deinen Kommentar. Ich hatte auch erst vermutet damals als ich die Diskussion begonnen habe, dass es sich dabei um einen Fehler handelt. Wie du aber in dieser Diskussion auf der Seite 5 ganz unten dem PDF entnehmen kannst, habe ich mich nicht getäuscht. Wenn du dann in der Diskussion ab Seite 6 weiter liest, wird es leider noch einmal bestätigt:
      http://www.fieldtarget-forum.de/viewtopic.php?f=3&t=1580&start=40
      Viele Grüße
      Andi

  3. Hallo,
    würde gerne was von deiner Hw77 mit dem LP TAC2 Schaft hören.
    Habe mir nämlich auch einen bestellt, über Blackpool in GB.
    Kann es gar nicht erwarten bis der da ist.
    Viel Spaß damit und viel erfolg bei deinem Training.
    Grüße
    Christian

    1. Hallo Christian,
      ich danke dir!
      Der Schaft ist ein absoluter Traum. Ich habe so einen schönen zuvor noch nicht in der Hand gehabt. Ich werde sobald mein Zielfernrohr da ist ein Vorstellungsvideo von dem dann fertigen Luftgewehr machen.
      Die Qualität und die Form ist ein Traum. Der Schaft liegt super im Anschlag!
      Bisher habe ich ihn kaum geschossen… nur geölt
      Danke dass du dir den Beitrag durch gelesen hast!
      Viele Grüße und ein schönes Wochenende!
      Andi

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